
Zwei regulatorische Schritte in den ersten Monaten 2026 haben leise verändert, was manche Einkäufer in die EU liefern dürfen. Keiner machte Schlagzeilen. Beide erzeugen Dokumentationspflichten, und einer kommt mit einem festen Datum.
Wenn Sie Chemikalien oder Erzeugnisse für den europäischen Markt beschaffen, lesen Sie hier, was sich tatsächlich geändert hat — und was zu tun ist, bevor daraus eine Zollsperre oder ein nicht bestandenes Audit wird.
Am 4. Februar 2026 hat die ECHA zwei Stoffe in die REACH-Kandidatenliste der besonders besorgniserregenden Stoffe (SVHC) aufgenommen; die Gesamtzahl steigt damit auf 253.
Ein Eintrag in die Kandidatenliste verbietet nichts. Er löst Pflichten aus:
Das stille Risiko: n-Hexan ist so verbreitet, dass Teams es als "nur ein Lösemittel" durchwinken. Seit dem 4. Februar ist es ein Stoff, nach dem Ihre Kunden formal fragen können.
Getrennt davon — und hier kommt es zu Verwechslungen — hat die EU PFAS in Feuerlöschschäumen bereits beschränkt. Das ist geltendes Recht, kein Vorschlag. Die Verordnung (EU) 2025/1988 der Kommission hat Eintrag 82 in REACH-Anhang XVII eingefügt und ist im Oktober 2025 in Kraft getreten.
Die Definition ist weit gefasst: PFAS meint hier jeden Stoff mit mindestens einem vollständig fluorierten CF3- oder CF2-Kohlenstoff. Der Ausstieg erfolgt gestaffelt:
Im Kopf trennen sollte man: Die viel breitere "universelle" PFAS-Beschränkung durchläuft noch die ECHA-Ausschüsse RAC und SEAC, mit Stellungnahmen voraussichtlich gegen Ende 2026. Die ist noch kein Recht. Die Schaum-Beschränkung schon.
Eine kurze, praktische Abfolge.
Durchsuchen Sie Produkt- und Stücklistendaten nach n-Hexan und BPAF — auch als Restlösemittel und in Formulierungen, nicht nur als Hauptbestandteil. Über 0,1 % in einem Erzeugnis bedeutet Pflichten jetzt, nicht später.
Fordern Sie von Lieferanten eine aktualisierte Erklärung, die die 253 Einträge der Kandidatenliste und speziell die beiden Februar-Ergänzungen abdeckt. Ein Lieferant, der in Tagen mit Dokumenten antwortet, sagt Ihnen auch etwas über jede künftige Anfrage.
Prüfen Sie den PFAS-Gehalt gegen die 1-mg/L-Linie, prüfen Sie den Warnhinweis und klären Sie, ob Ihr Produkt in die zuerst betroffene Kategorie der tragbaren Feuerlöscher fällt.
2026-10-23, 2027-04-23, 2030-10-23. Von jedem Datum rückwärts planen für Neuformulierung, Requalifizierung und Lagerabverkauf.
Updates der Kandidatenliste und Fristen aus Anhang XVII schaffen es selten in die Nachrichten, entscheiden aber, ob eine Sendung durchgeht oder liegen bleibt. Die Februar-Ergänzungen 2026 und der PFAS-Schaum-Termin im Oktober 2026 sind beide beherrschbar — wenn Sie jetzt screenen, Lieferanten schriftlich fragen und die Termine in den Kalender statt in ein Memo setzen.
Blog
ChemAbout verbindet Chemieeinkäufer und -lieferanten weltweit. Sagen Sie uns, was Sie brauchen, oder stellen Sie ein, was Sie anbieten.

2026 war ein dichtes Jahr für Peptid-Therapeutika. In Spätphasenstudien erreichte die Wirksamkeit ein neues Hoch, das Adipositas-Feld ging über die Inkretine hinaus zu Amylin, der orale Weg erreichte das Gewichtsmanagement, und die peptidgeführte Radioligandentherapie kam weiter voran — jeder Punkt an ein konkretes Ergebnis aus 2025–2026 gebunden.

„Elektronikharz“ ist kein einzelnes Material. Es ist eine Familie elektronischer Polymere – Epoxid-Formmassen, Laminatharze, Build-up-Filme und Fotolacke –, die weniger durch ihre Zusammensetzung als durch die elektrischen, thermischen und dimensionalen Kennwerte definiert werden, die sie erreichen müssen.

CPHI & PMEC China — 3.600+ Aussteller, 110.000+ Besucher — eröffnet am 16. Juni im Shanghaier SNIEC. Ein praktisches Playbook für Einkäufer: mit Shortlist anreisen, Lieferanten auf der Fläche qualifizieren und die Nachverfolgung vor dem Rückflug klären.